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05.06.2014, 11:22 Uhr
Schüler Union Deutschlands fordert schülerfreundlichen Mindestlohn in Deutschland
„Vergesst die Interessen von Schülerinnen und Schülern beim Mindestlohn nicht“, so appelliert der Bundesvorsitzende der Schüler Union Deutschlands Lars von Borstel.
Heinrich Töws, aboutpixel.de
„Die Interessen von Schülerinnen und Schülern besteht an einfachen, leicht und gut handelbaren Aushilfstätigkeiten gegen Entgelt, die man neben der Schule ausführen kann“, so von Borstel. Es sei für Schüler natürlich gut eine möglichst hohe Entlohnung zu erhalten aber in bestimmten Bereichen würden fehlende Ausnahmen für Schüler zum Ende der Einnahmen für viele Schüler führen, da die Arbeitgeber bei einem verbindlichen Mindestlohn für Schüler dann auf andere Arbeitsangebote ausweichen würden und so die Schüler keine Nebenjobs mehr hätten. Jetzt ist die Stunde an Schüler zu denken auch beim Thema Mindestlohn, so fordert die Schüler Union Deutschlands. Im Zuge der Beratungen nach erster Lesung des Gesetzes im Bundestag für den Mindestlohn fordert die Schüler Union Deutschlands weitere Verbesserungen und die Berücksichtigung der Interessen alle Schüler und Schülerinnen bei diesem Thema. Ein flächendeckender Mindestlohn auch für Schüler gefährde viele Praktikumsplätze und Nebentätigkeiten von Schülern.

Dazu der SU-Bundesvorsitzende Lars von Borstel: „Das resultierende Ausmaß des Mindestlohns ist vielen nicht bewusst - Nebentätigkeiten von ca. 570.000 Schüler hängen damit am seidenen Faden.

Zudem tue sich eine weitere Problematik auf: Praktikumsplätze leiden ebenfalls unter dem Mindestlohn, wobei die finanzielle Tragbarkeit einzelner Unternehmen erneut eine wichtige Rolle spiele. Zurzeit gäbe es, gerade in mittelständigen Unternehmen, ein breites Angebot an Praktikumsmöglichkeiten, bei denen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hätten, einen kleinen „Nebenverdienst“ zu bekommen. Dieser Nebenverdienst, der in den aller meisten Fällen unter 8,50 Euro liegt, müsste dann auf den Mindestbetrag angehoben werden, was zur Folge hätte, dass viele Praktikumsmöglichkeiten wegfallen würden. “Wir wissen, dass es auch eine große Anzahl von Praktikumsplätzen gibt, die real nicht entlohnt werden können, weil der Aufwand für die Unternehmen so hoch sind, dass es schon jetzt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnfrei ist Praktikumsplätze anzubieten.“, so der Schüler Unions Vorsitzende. Lieber gute Praktika-Plätze für Viele ohne Entgelt oder Mindestlohn als sehr sehr wenig Praktikumsstellen“, so äußert sich Lars von Borstel. Deshalb fordert die Schüler Union eine generelle Anhebung des Alters für bezahlte Praktikumsplätze auf 25 Jahre.

„Praktika geben Schülern die Möglichkeit, sich beruflich weiter zu orientieren. Also ist es äußerst wichtig, diese Möglichkeit so zu erhalten. Ansonsten wird das Mindestlohngesetz Tausenden von Schülern vor den Kopf stoßen und das will sicherlich niemand“, so von Borstel abschließend.

05.06.2014, 11:25 Uhr

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