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02.01.2014, 08:44 Uhr
Schüler Union fordert Rente mit 70!
 Die Schüler Union Deutschlands spricht sich zum Jahreswechsel für eine Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters auf 70 Jahre aus.
Heinrich Töws, aboutpixel.de
 Dazu der Bundesvorsitzende Lars von Borstel: „Angesichts des demographischen Wandels muss sich unsere Generation darauf einstellen, erst mit 70 Jahren in Rente gehen zu können. Wir als junge Generation empfinden es als Schlag ins Gesicht, wenn man sich angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung und der gestiegenen Lebenserwartung zum jetzigen Zeitpunkt den Problemen verschließt und weichenstellende Entscheidungen in die Zukunft verschiebt.
Die Große Koalition hat jetzt die Chance durch eine große Bundestags- und Bundesratsmehrheit den richtungsweisenden Schritt zu gehen.“

Der Wille zum Arbeiten sei auch noch bei vielen älteren Menschen vorhanden und angesichts des Fachkräftemangels tue es unserer Wirtschaft nur gut, auf die Erfahrung von älteren Menschen weiterhin zu bauen und sie somit als Teil des Wirtschaftslebens zu erhalten.

Das Tempo der demografischen Entwicklung sei schlicht unterschätzt worden. Da zum jetzigen Zeitpunkt kein Ende der Überalterung unserer Gesellschaft in Sichtweite sei, müsse man sich heute schon dem Problem annehmen und Lösungen für die Zukunft – d.h. für Folgegenerationen – überlegen.

„Das Verhältnis von Renten-Empfängern zu Beitragszahlern hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch gewandelt: 2005 kamen auf einen Renten-Empfänger noch drei Erwerbsfähige – im Jahr 2030 werden es nur noch ein bis zwei sein. Diese Last der finanziellen Mehraufwendung kann nicht auf unseren schon sehr belasteten Staat abgeschoben werden, sondern muss von den Erwerbsfähigen selbst finanziert werden.
Daher gibt es keine Alternative, als eine faire Beteiligung der künftigen Rentnergeneration an der Stabilisierung der Umlagerente, um unseren gesamt-gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschland nicht zu gefährden.“, sagte Lars von Borstel.

Zusätzlich zur generellen Erhöhung des Rentenalters müssten allerdings Sonderregelungen für einige Branchen geschaffen werden: „Natürlich ist es undenkbar, dass ein Dachdecker bis zu seinem 70. Lebensjahr voll arbeiten muss. Für diese Fälle muss man Umschulungs-Strategien entwickeln, sodass die Erfahrung und die Motivation der Senioren, wenn auch nicht in ihren ursprünglichen Berufen, dann aber in anderen Branchen weiter genutzt werden kann.
Wenn sogar der deutsche Handwerkspräsident Otto Kentzler eine Rentenaltererhöhung auf 70 Jahre fordert, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir im gesamt-gesellschaftlichen Dialog eine für alle erträgliche Lösung finden können.“, so von Borstel abschließend.

02.01.2014, 08:50 Uhr

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