Neuigkeiten

04.06.2013, 15:22 Uhr
Bildungsföderalismus der Zukunft
Reformwahnsinn stoppen. Staatsvertrag durchsetzen. Bundesweit zentrales Abitur schreiben.

pixelio.de

„Bildungsföderalismus der Zukunft“ - unter diesem Titel tagte der Bundeskoordinationsausschuss der Schüler Union (SU) am vergangenen Wochenende in Hannover. Zu den einstimmig beschlossenen Forderungen zählen unter anderem die Durchführung eines bundesweiten Zentralabiturs, der Abschluss eines Bildungsstaatsvertrages zwischen den Bundesländern und die Etablierung gemeinsamer und bundesweiter Standards für alle Bildungsabschlüsse. Nach Hannover kamen unter anderem Niedersachsens ehemaliger Kultusminister Bernd Althusmann, um mit den Vertretern der SU zu diskutieren.

Der Bundesvorsitzende Leopold Born erklärt hierzu: „Das Abitur in Bremen muss genauso viel wert sein wie in Bayern! Ein Schüler aus Berlin muss die gleichen Chancen auf seinen individuellen Bildungserfolg haben, wie jemand aus Baden-Württemberg! Am Wochenende haben wir unsere Vision von Chancengerechtigkeit und Bildungsmobilität in Deutschland diskutiert und beschlossen.

Unsere Vision ist die Bildungsrepublik Deutschland. Föderal organisiert, aber zukunftsorientiert und handlungsfähig. Dazu zählen wir nicht nur die Vergleichbarkeit der Abschlüsse, sondern auch die gegenseitige Anerkennung der Lehrerausbildung.

Eine Zusammenlegung der Zuständigkeiten in der Bildungspolitik auf Bundesebene lehnen wir entschieden ab! Mit Nachdruck fordern wir die Bundesländer auf, einen gemeinsamen Bildungsstaatsvertrag abzuschließen. Die Qualität der Abschlüsse muss bundesweit vergleichbar werden und hat sich am höchsten Niveau zu orientieren. Ein solcher Staatsvertrag wurde von den Ländern Bayern, Sachsen und Niedersachsen bereits ausgearbeitet. Diesen Vorstoß begrüßen wir ausdrücklich.

Die Zuständigkeiten in der Bildungspolitik müssen nach wie vor so nah an den Schülern belassen werden wie möglich. Wir sind Verfechter des Bildungsföderalismus. Dieser darf aber nicht dazu führen, dass jede neue Kultusministerin, jeder neue Kultusminister nach Amtsantritt das Bildungssystem neu erfindet. Dieser Reformwahnsinn geht auf Kosten der Schülerinnen und Schüler in Deutschland! Ergebnis ist ein Wust von Schulversuchen und Modellprojekten auf dem Rücken der Schüler.

Gemeinsam müssen die Länder durch einheitliche Standards für alle relevanten Bildungsabschlüsse die jeweiligen Bildungssysteme vergleichbar und Bildungsmobilität in Deutschland möglich machen. Damit solche Beschlüsse verbindlich und Ungerechtigkeiten für die Mobilität der Lehrer behoben sind, muss der vorgeschlagene Bildungsstaatsvertrag durchgesetzt werden. Nur wenn alle Länder an einem Strang ziehen, kann dieses Kunststück gelingen. Die vorhandenen ideologischen Scheuklappen müssen endlich abgelegt und der Schüler in den Mittelpunkt gerückt werden!“

Neben den Beschlüssen zum Bildungsföderalismus startete die Schüler Union am vergangenen Samstag um 17.00 Uhr offiziell das neue Nachhilfeportal „Schüler helfen Schülern“. Damit wird ein bundesweites Netzwerk auf Gegenseitigkeit beruhender Nachhilfe geschaffen. Seit Samstag gingen bereits mehrere hundert Anmeldungen ein. Das Portal ist unter www.shs-nachhilfe.de zu erreichen.
04.06.2013, 15:26 Uhr

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon