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Neuigkeiten
15.06.2014, 17:39 Uhr
Schulabbrecherquote noch immer zu hoch
Schüler Union Deutschlands zu den Ergebnissen des Bildungsberichts 2014
Die Schüler Union Deutschlands beobachtet mit Sorge die hohe Schulabbrecherquote! Jeder zehnte Schüler verlässt das Gymnasium vor dem Abschluss. Dies geht aus dem von Bundesbildungsministerium und der Kultusministerkonferenz (KMK) geförderten Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2014“ hervor. Der seit 2006 im Zweijahres-Rhythmus veröffentlichte Bericht beinhaltet die Entwicklung des Bildungssystems von der frühkindlichen Förderung über die Schule bis zu Hochschulen und der beruflichen Bildung.

Schemmi, pixelio.de
Zudem ergab der Bericht, dass es Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungswesen immer noch deutlich schwerer haben als Muttersprachler. Demnach verfügen noch ein Drittel der jungen Erwachsenen über keinen beruflichen Abschluss. Unter den 30- bis 35-Jährigen haben Migranten fünf Mal so häufig keinen allgemeinbildenden und drei Mal so häufig keinen beruflichen Bildungsabschluss wie gleichaltrige Deutsche.
Dazu Lars von Borstel, Vorsitzender der Schüler Union Deutschlands: „Das bestehende Defizit muss beglichen werden, denn sprachliche Barrieren dürfen kein Hindernis im Bildungssystem darstellen“.

Ein Schwerpunkt des Berichts lag in diesem Jahr auf Bildungschancen für Behinderte und der angestrebten Inklusion.
„Inklusion ist richtig und wichtig für alle, jedoch darf dieser Schritt unter keinen Umständen zu Lasten der Kinder gehen“, so von Borstel.

Insgesamt ziehen die Autoren ein gemischtes Fazit - das Bildungswesen bestehe sowohl aus Bewegung als auch aus Stillstand.
„Es ist erfreulich, dass sowohl die Zahl der Abiturienten als auch der Studierenden gestiegen ist. Dennoch ist der Trend zu mehr Bildung leider noch nicht in allen gesellschaftlichen Gruppen angekommen. So wächst immer noch jedes dritte Kind in einem erwerbslosen, armutsgefährdeten oder bildungsfernen Elternhaus auf.“

Die Schüler Union Deutschlands sieht im Sinne der Chancengerechtigkeit dringenden Handlungsbedarf im Bereich der individuellen Förderung. Denn egal ob Migrationshintergrund oder bildungsfernes Elternhaus, jedem Kind muss die gleiche Chance auf Bildung gewährleistet werden.

16.06.2014, 22:09 Uhr