Junge Union Landkreis Diepholz
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Neuigkeiten
30.12.2013, 07:44 Uhr
Erziehung ist Elternsache!
 Zu dem Brandbrief der Hamburger Lehrerin Dagmar B. an die Eltern ihrer ersten Klasse zeigt die Schüler Union Verständnis für das Verhalten der Lehrerin. Die Schüler Union spricht sich dagegen aus, dass dem Staat die Erziehung der Kinder überlassen wird.

 Der Lehrer als Bildungs- und Erziehungsexperte? So sehen oder wünschen es sich zumindest viele Eltern und vergessen dabei, dass sie die Erziehungsberechtigten sind und somit das Recht und die Pflicht haben das Kind zu erziehen. Natürlich hat auch der Lehrer im schulischen Bereichen einen Erziehungsauftrag, Hauptaufgabe ist jedoch die Vermittlung von Bildung und Wissen.

Hervorgerufen durch mangelnde häusliche Erziehung und Wertevermittlung, hat der Lehrer heute als Sozialpädagoge, Psychologe und Lebensberater zu fungieren, anstatt sich darauf zu konzentrieren, den Schülern Wissen beizubringen. Dies führt oftmals zur Überforderung der Lehrkräfte, da in der Lehrerausbildung auf die Komplexität dieses Berufs nicht in genügendem Maße eingegangen wird. Insbesondere Lehrer an weiterführenden Schulen, wie dem Gymnasium, bringen nicht die erforderlichen pädagogischen Kenntnisse mit.

„Jeder Schüler muss gemäß seinem Leistungsanspruch individuell gefördert werden. Diese Förderung ist nur möglich, wenn im Unterricht genügend Zeit dafür ist. Muss sich der Lehrer zusätzlich um alle möglichen privaten Probleme der Schüler kümmern, leidet schnell die Unterrichtsqualität, die Lust am Lehren und am Lernen“, so Lars von Borstel, Bundesvorsitzender der Schüler Union Deutschlands.

Da eine zu intensive Beschäftigung mit sozialpädagogischen Themengebieten den Rahmen der Lehrerausbildung sprengen würde, müssen andere Lösungsansätze gefunden werden. Der Lehrer ist zwar Pädagoge und muss ein gewisses Grundwissen beherrschen, die Vorstellung dass er gleichzeitig auch die Aufgaben des Erziehungsberechtigten, des Sozialarbeiters und des „Problemlösers für alles“ erfüllen kann, ist jedoch utopisch. So spricht sich die Schüler Union Deutschlands für den Ausbau der Schulsozialarbeit aus, um dem Lehrer den Rücken für seine eigentliche Arbeit freizuhalten.

„Nur wenn jeder seine Arbeit macht, kann das hohe Bildungsniveau beibehalten werden. Genauso wie Lehrer ihren Bildungsauftrag zu erfüllen haben, müssen Eltern ihrem Erziehungsauftrag nachkommen. Dem Staat sollte nicht die Erziehung der Kinder überlassen werden“, so von Borstel abschließend.

30.12.2013, 07:50 Uhr